Immer häufiger sehe ich in letzer Zeit Werbung und Empfehlungen für Bildbearbeitungsprogramme und diverse Foto-Apps, die einem verspreche, auch die schlechtesten Bilder zu einem Eye-Catcher werden zu lassen. Und ich meine damit nicht mal  einen Horizont zu begradigen, ein Foto passend zuzuschneien oder die Sättigung der  Farben zu erhöhen.

Aber mal ehrlich, wer glaubt das alles und wer braucht das alles?

Überall sehe ich Beispiele für Fotobearbeitungen und Foto-Zauber-Apps, die ganz nett gemeinte sind, die aber fast alle mittels richtiger Fototechnik sowie etwas Grundwissen bzgl. Motive sehen können und Bildaufbau obsolet wären. Gerade für Foto-Anfänger (und nicht nur die) ist das doch alles sehr verwirrend, immer nach dem Motto: „Egal wie das Foto aus deiner Kamera kommt, mit nur einem Zauber-Programmen oder einer magischen App, wird dein Bild auf Knopfdruck zu einem Highlight!“
Aber, warum soll ich überbelichtete Fotos in Photoshop oder Konsorten „retten“, anstelle gleich richtig zu belichten? Wo liegt der Sinn, bei einem Portrait aus einem Modelshooting den Hintergrund nachträglich unscharf zu machen, wenn ich doch gleich die richtige Blende wählen kann oder mein Model richtig positioniere?
Für mich ist das eine vollkommen falsche Herangehensweise. Photoshop & Co sollte in der Fotografie der letzte Level sein um wirklich mal ein Foto zu retten oder um Spezialeffekte zu erzeugen, die real nicht abbildbar sind.

Mein Tipp an dich: Lerne Fotografieren,  lasse dir zeigen wie es richtig geht und sammle praktische Foto-Erfahrung. Lerne tolle Motive zu sehen, sie perfekt zu komponieren und wie du sie mit deiner Kamera einfach und schnell, kreativ einfängst. Aus eigener Erfahrung kann ich dir nur sagen:
„Fotografieren macht Spaß, ist Emotion, Leidenschaft, aber Bildbearbeitung kann oft langwierig, lau und frustrierend sein.“

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